Das 2. Quartal 2026


Liebe Freunde unserer Veranstaltungen

Für dieses Quartal haben wir weniger bekannte Orte außerhalb von Tiergarten ausgesucht. Wir denken, dass auch diese Ihr Interesse wecken.
Wir freuen uns, Sie bei den Führungen und Veranstaltungen des Vereins begrüßen zu können.

  • Im April geht es nach Dahlem.
  • Im Mai erfahren wir Interessantes über den Invalidenfriedhof.
  • Im Juni geht es um ein Berliner Schwergewicht.

Für die Teilnahme an den Veranstaltungen erheben wir in der Regel eine Kostenpauschale von 6 € für Nicht-Mitglieder, Mitglieder zahlen 5 €.
Der Verein haftet nicht für Unfälle oder sonstige Schäden während der Veranstaltung und auf dem Hin- und Rückweg.


Die Teilnehmerzahl ist zum Teil begrenzt, eine Anmeldung ist erforderlich. Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben.
Im Verhinderungsfall bitten wir um rechtzeitige Absage.

Telefonische Anmeldung: 030 939 533 55 (Weiterschaltung)
Anmeldung per e-mail


Sie können hier unser aktuelles Programm herunter laden: Flyer-Download

Dienstag, 21. April 2026
14:30 Uhr


Martin-Niemöller-
Haus
Dahlem

Das backsteinerne Pfarrhaus und die gotische St.-Annen-Kirche bilden ein malerisches Ensemble. Kurz nachdem die evangelische Kirchengemeinde Dahlem gegründet worden war, entstand 1910 nach dem Entwurf von Werkbundmitglied Heinrich Straumer das Pfarrhaus im englischen Landhausstil. Zu den bekanntesten Bauten des Architekten zählt der Berliner Funkturm.

1931 bezog Pfarrer Martin Niemöller das Haus. Er wurde später zur zentralen Gestalt des radikalen Flügels innerhalb der Bekennenden Kirche, denn in dem Pfarrhaus hatte sich der Widerstand der Evangelischen Kirche gegen den Nationalsozialismus organisiert.
Der Martin-Niemöller-Haus Berlin-Dahlem e.V. erinnert an den Kirchenkampf in den 1930er Jahren und an den christlich motivierten Widerstand gegen die NS-Diktatur. Eine Ausstellung erzählt die Geschichte der Bekennenden Kirche in Dahlem.
Die Vereinsaktivitäten regen zum couragierten Engagement für Demokratie und eine partizipative Gesellschaft an und bringen ein evangelisches Bildungsverständnis in den Dialog mit Themen der Vielfaltgesellschaft.



Anmeldung und — falls notwendig auch abmelden — unter 030 939 533 53 oder 030 939 533 55 (Weiterschaltung)


Ort:
St. Annen-Kirche
Königin-Luise-Str. 55
14195 Berlin

Sonnabend, 16. Mai 2026
11:00 Uhr

Führung
über den
Invalidenfriedhof

König Friedrich II. ließ 1746 in der Nähe der Charité ein Invalidenhaus vornehmlich für die Versehrten der ersten beiden Schlesischen Kriege 1740–1742 und 1744/1745 errichten. Nördlich des Invalidenhauses an der Kirschallee – ab 1860 Scharnhorststraße – lag der schmucklose Begräbnisplatz.
Eine Gestaltung von Friedhöfen setzte in Preußen erst 1794 ein, als das Allgemeine Landrecht für die Preußischen Staaten in Kraft trat, das Bestattungen in Kirchen und bewohnten Stadtgegenden untersagte. Bis 1872 erfolgten 18.000 Beerdigungen auf dem Areal des heutigen Invalidenfriedhofs, in der ganzen Friedhofsgeschichte waren es etwa 30.000.
Aus der Frühzeit des Friedhofs existieren einige wertvolle Grabmale.

Weil die „Invalidenhaus-Gemeinde” (oder „Militär-Gemeinde”) kontinuierlich wuchs, wurde 1806 für Zivilisten formal eine eigene Gemeinde gegründet. Die Mitglieder der neuen „Zivilgemeinde” wohnten in der Umgebung und im Bereich der heutigen Berliner Ortsteile Mitte und Moabit.

Die künstlerisch bedeutendste Ära des Friedhofs bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war Architekten und Bildhauern wie Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler zu danken. Die meisten der von ihnen geschaffenen oder beeinflussten, im 20. Jhd. zerstörten Grabdenkmale konnten seit 1990 wiederhergestellt werden, denn 1990 wurde der Friedhof unter Denkmalschutz gestellt.

Treffpunkt: Haupteingang zum Invalidenfriedhof an der Informationstafel

Anmeldung und — falls notwendig auch abmelden — unter 030 939 533 53 oder 030 939 533 55 (Weiterschaltung)


Ort:
Scharnhorststr. 33
10115 Berlin

Sonnabend, 6. Juni 2026
11:45 Uhr

Der
Schwerbelastungskörper

Der seit 1995 denkmalgeschützte Schwerbelastungskörper ist ein 1941–1942 errichteter großer Zylinder aus unbewehrtem Beton und Stahlbeton, mit dem die Belastung des Untergrundes durch einen von den Nationalsozialisten geplanten, gigantischen Triumphbogen simuliert werden sollte. Er wurde im Rahmen der Neugestaltungsplanungen des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt Albert Speer zur Umgestaltung Berlins in die „Welthauptstadt Germania” erbaut. Kernprojekt dieser Umgestaltung sollte die Anlage einer die Stadtarchitektur prägenden Nord-Süd-Achse zwischen zwei Zentralbahnhöfen in Moabit und in Tempelhof werden.

In Kammern im Innern des Zylinders wurden Messgeräte angeordnet. Die Messungen begannen schon während des Betoniervorgangs und wurden bis zum 1. Juni 1944 fortgesetzt. Wegen des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegsjahre wurden die Ergebnisse erst 1948 ausgewertet.
Das Innere des Körpers diente ab Kriegsmitte als Behelfsluftschutzraum für die Bevölkerung der Umgebung.

Im Anschluss an die Führung besteht die Möglichkeit, sich in die Ausstellung im Informationsort Schwerbelastungskörper noch individuell zu vertiefen.

Treffpunkt am Eingang des Informationsortes

Begrenzung der Teilnehmerzahl: 25 Personen
Anmeldung und — falls erforderlich — Abmeldung unter 030 939 533 53 oder 030 939 533 55 (Weiterschaltung)

Ort:
General-Pape-Str. 34A
12101 Berlin
Aktualisiert am 30.03.2026
Flyer-Download